Hat der Westen uns besiegt? Zur heutigen Rezeption der Werke von ʿAlī Schariʿatī und Āl-e Aḥmad im Iran
Volumen 32, Ausgabe 1, Marsch 2019, Seiten 35-58
https://doi.org/10.22034/spektrum.2019.223883
Katajun Amirpur
Abstrakt Im Jahr 1962 erschien im Iran eine Broschüre, die viele Gedanken enthielt, welche Edward Said später in seinem Werk Orientalism formulierte. Diese Broschüre war Ǧalāl Āl-e Aḥmads Gharbzādegī. In ähnlicher Weise setzte sich diese westkritische Denkweise in ʿAlī Schariʿatīs Ummat wa Imāmat fort. Diese beiden Bücher, zusammen mit Tanbīh al-umma wa tanzīh al-milla (Mahnung an die Gemeinschaft und Reinigung der Nation) von Mīrzā Moḥammad Ḥosein Nāʾīnī sowie Āyatollāh Rūḥollāh Ḫomeynīs Ḥokūmat-e eslāmī (Die islamische Regierung), gehören wohl zu den einflussreichsten Werken Irans im 20. Jahrhundert. Der vorliegende Beitrag analysiert diese Werke und untersucht ihre heutige Rezeption im Iran.
