Iran als Ursprung: Zu originellen Thesen Mahmoud Houmans über die Anfangsmomente der Geschichte Irans
Volumen 33, Ausgabe 2, November 2020, Seiten 165-191
https://doi.org/10.22034/spektrum.2020.190288
Masoud Pourahmadali Tochahi
Abstrakt Mahmoud Human gehört zu den bedeutendsten iranischen Intellektuellen der Gegenwart. Seine Bedeutung zeigt sich nicht nur in der Vielfalt der von ihm bearbeiteten wissenschaftlichen Disziplinen, den einzigartigen Werken, die er in diesen Forschungsgebieten hinterlassen hat, der Relevanz seiner Forschungsfragen oder seiner kritischen Haltung gegenüber den Untersuchungsgegenständen, sondern vor allem in seinen radikalen Thesen zur Frühgeschichte Irans. Er vertritt drei zentrale Thesen: Erstens die These von der iranischen Grundlage der mesopotamischen Zivilisation, zweitens zur Herkunft und den Wurzeln der Arier im Iran und drittens zum Alter und der Kontinuität der vorachämenidischen iranischen Geschichte. Diese drei Thesen verbindet die Grundidee, dass der Iran nicht nur eine alte Zivilisation wie andere ist, sondern zu den kreativen Ursprüngen der Weltzivilisation zählt. Der vorliegende Artikel untersucht diese drei Thesen Mahmoud Humans und die Argumente, die sie untermauern.
