Spektrum Iran
Schlüsselwörter = Lehnwörter

Auf den Spuren des Persischen in der englischen und deutschen Gegenwartssprache: Eine schulsprachenpolitisch motivierte Selektion von Lehnwörtern aus einer orientalischen Herkunftssprache

Volumen 36, Ausgabe 2, November 2023, Seiten 173-196

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.194647

Mehrdad Saeedi

Abstrakt In diesem Artikel geht es natürlich nicht darum, patriotische Sprache zu üben und zu verbreiten Ideologie im Namen der Etymologie, sondern vielmehr um die Problematisierung einer solchen Sprachideologie neben sprachlicher Diskriminierung als Spielart der Eurozentrische, islamfeindliche Ideologie im schulischen Kontext der multikulturellen Mehrsprachigkeit Land Berlin. Der schulische Kontext bezieht sich hier nur auf die pädagogisch und fremdsprachlich fragwürdige Sprache Einstellungen und Praktiken einiger Lehrer und Erzieher und nicht der Beamten Sprach- und Mehrsprachigkeitspolitik der Landesregierung bzw. des Senats Gesamtressort für Bildung, Jugend und Familie. Mit anderen Worten, dies Text, der im Wesentlichen aus einer kriterienbasierten Auswahl von 60 englischen und Deutsche Lehnwörter persischen Ursprungs, möchte Deutschsprachige einladen Leser und insbesondere die Pädagogen unter ihnen bei der Nutzung des Alltäglichen, erweiterter und standardisierter Wortschatz zur Betrachtung der eigenen Sprache und der Englische Sprache als globale Verkehrssprache durch eine andere, relativere Sprache Linse, nämlich als Sprachen mit mehr lexikalischem Einfluss aus dem Orientalischen Sprachen der alten Nachbarregion Europas, der islamischen Welt, als bisher angenommen.

Von Balkh bis Ṭanǧa – Geschichte und Geschichten von Adaption und Akkulturation (8.–12. Jahrhundert)

Volumen 33, Ausgabe 1, Juni 2020, Seiten 185-187

https://doi.org/10.22034/spektrum.2020.225766

Gabriele Dold-Ghadar

Abstrakt Der Artikel untersucht die Dynamiken von Migration und kulturellem Austausch zwischen dem Osten (insbesondere Iran) und dem Westen (mit Fokus auf Al-Andalus) vom 8. bis 12. Jahrhundert. Er hinterfragt das vereinfachende Motto „Migration bereichert“ und analysiert komplexe Akkulturationsprozesse, bei denen nicht alle übertragenen Elemente angenommen oder bewahrt wurden. Im Mittelpunkt stehen Händler, Gelehrte und Handwerker als Vermittler kultureller Einflüsse, darunter persische Spuren in Religion, Architektur (z.B. sassanidische Motive im Löwenhof der Alhambra), Dichtung und Medizin. Thematische Schwerpunkte umfassen die jüdisch-persische Diaspora, die Adaptation sassanidischer Kunst in Andalusien und persische Lehnwörter im Spanischen. Die Studie zeigt, dass Kulturaustausch oft zufällig – geprägt durch Handel, Eroberungen und Gelehrtennetzwerke – stattfand, nicht durch gezielte Politik.