Spektrum Iran
Hauptthemen = Social Studies

Alevitische Organisationen in Deutschland (AABF)

Volumen 38, Ausgabe 1, Juli 2025, Seiten 55-72

https://doi.org/10.22034/spektrum.2025.504990.1022

Deniz Caner

Abstrakt Ein entscheidender Schritt für die alevitische Identitätspolitik in Deutschland war die Alevitische Kulturwoche, die im Oktober 1989 von Aleviten an der Universität Hamburg veranstaltet wurde. Nach dieser Veranstaltung wurden rasch anwachsende alevitische Vereine gegründet, und das Alevitentum wurde in Deutschland in der Öffentlichkeit bekannt. Dieser Artikel hat zum Ziel, die alevitischen Organisationen in Deutschland vorzustellen. Insbesondere soll es dabei um die Föderation der Aleviten-Gemeinden in Deutschland e.V. (Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu, abgekürzt AABF) gehen. Die circa hundert Mitgliedsorganisationen der AABF nehmen beständig an Bedeutung zu. Die Aktivitäten der AABF sind vielfältig; es gibt zahlreiche Veranstaltungen, öffentliche Reden, Erklärungen und die Zeitschrift „Alevilerin Sesi“ (Stimme der Aleviten). Unser Augenmerk gilt in dieser Untersuchung den Zielen und Aktivitäten der AABF, die sie zum Nutzen der Aleviten in Deutschland verfolgt. Ziel ist es, folgende Fragen zu beantworten: Wann und warum wurde die AABF gegründet, und welche Bedeutung hat sie für die Aleviten in Deutschland? Mit welchen Aktivitäten hat sie sich bis heute beschäftigt?

Religiöse friedensorientierte Gedanken im heutigen Iran

Volumen 37, Ausgabe 2, Dezember 2024, Seiten 47-81

https://doi.org/10.22034/spektrum.2025.497362.1018

Rahman Mohammadzadeh, Mohammad Javad Zarif

Abstrakt Ein intellektueller Ansatz für friedensorientierte Gedanken in der Ära der Islamischen Republik ist die religiös orientierte Friedensidee, die das Konzept des Friedens aus der Perspektive des Islams untersucht. Denker dieser Denkschule analysieren die Wurzeln und Kontexte von Zwietracht und sozio-politischer Gewalt in der Gesellschaft. Sie greifen dabei auf islamische Texte zurück, darunter Koranverse, die Praxis des Propheten sowie die Aussprüche und Traditionen der schiitischen Imame, um Frieden, Koexistenz, Toleranz und Geduld für Individuen und sozio-politische Gruppen zu fördern und vorzuschreiben. Diese Studie zielt mithilfe eines theoretischen Rahmens und einer gestaffelten Methodologie der Gedankenanalyse darauf ab, diese Denker und ihre Ansichten zu identifizieren. Dabei werden Problemstellungen, vorgeschlagene Lösungen und Dimensionen analysiert, die in einem religiösen friedensorientierten Ansatz verwurzelt sind. Die von religiös friedensorientierten Denkern aufgeworfenen Themen lassen sich in mehrere Kategorien einteilen, darunter: politische Streitigkeiten und Konflikte zwischen Einzelpersonen und Gruppen, militante Auslegungen des Islams, die Anwendung bestimmter rechtlicher Vorschriften zur Rechtfertigung von Tötungen, offizielle religiöse Interpretationen, ideologischer Extremismus, die Übernahme vorislamischer Stammesgewalt in die islamische Kultur, epistemologische Verwirrung beim Verständnis der Religion sowie irreführende und geheiligte Unwissenheit in Bezug auf Religion. Zur Bekämpfung von Gewalt und zur Förderung von Frieden und friedlicher Koexistenz in der Gesellschaft haben diese Denker Lösungen wie Einheit, religiöse Demokratie, die Anwendung von Kriegs- und Friedensprinzipien basierend auf schiitischen Lehren, Pluralismus, die Förderung eines glaubensbasierten und monotheistischen Friedens, die Entwicklung einer Friedenstheologie und zehn epistemologische Unterscheidungen im Verständnis der Religion vorgeschlagen.

Eine Neubewertung der islamischen feministischen Bewegung und des Prinzips der Toleranz: Eine Fallstudie zur ägyptischen Gesellschaft

Volumen 37, Ausgabe 2, Dezember 2024, Seiten 153-175

https://doi.org/10.22034/spektrum.2024.493759.1013

Zahra Izadbin, Seyed Abdolamir Nabavi

Abstrakt Der islamische Feminismus ist eine progressive Bewegung, die darauf abzielt, die Rechte von Frauen in islamischen Gesellschaften zu sichern, indem religiöse Lehren neu interpretiert werden, um traditionelle Werte mit zeitgenössischen Idealen von Gerechtigkeit und Gleichheit in Einklang zu bringen. Im Mittelpunkt dieser Bewegung steht das Prinzip der Toleranz, ein zentraler Aspekt des Pluralismus, der ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher intellektueller Strömungen ermöglicht, insbesondere im soziopolitischen Kontext Ägyptens. Diese Studie untersucht die Beziehung zwischen islamischem Feminismus und Toleranz, mit Schwerpunkt auf deren sozialen und politischen Dimensionen. Mit der Methode der „Kettenanalyse und Theorie“ identifiziert die Forschung konzeptionelle Verbindungen und diskursive Verschiebungen, die die Entwicklung der Gedankenwelt des islamischen Feminismus prägen. Diese Methode beleuchtet das Zusammenspiel und die Auseinandersetzung von Ideen zwischen islamischem Feminismus und anderen ideologischen Bewegungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Betonung der Toleranz im islamischen Feminismus den interkulturellen und intersubjektiven Dialog gefördert und ideologische Verbindungen zwischen säkularen und religiösen Strömungen geschaffen hat. Diese Interaktion hat die intellektuelle Landschaft bereichert und die Fähigkeit zu reformistischen Initiativen innerhalb islamischer Kontexte gestärkt. Durch die Förderung neuer Wege für Dialog und kritischen Diskurs hat der islamische Feminismus den Vorstoß für Geschlechtergerechtigkeit intensiviert und umfassendere strukturelle Reformen innerhalb pluralistischer Gesellschaften ermöglicht. Die Integration von Toleranz als Kernprinzip hat Chancen für ein breiteres Engagement zwischen unterschiedlichen diskursiven Traditionen geschaffen und das reformistische Potenzial des islamischen Feminismus gestärkt. Letztendlich positioniert dieser Ansatz den islamischen Feminismus als transformative Kraft, die zur umfassenderen Agenda des sozialen und intellektuellen Wandels in multikulturellen Umfeldern beiträgt.

Klimawandel und kulturelle Aspekte in zwei Dörfern der Provinz Isfahan, Iran

Volumen 37, Ausgabe 2, Dezember 2024, Seiten 219-239

https://doi.org/10.22034/spektrum.2025.495722.1017

Seyed Ahamad Firouzabadi, Zahra Khamseh

Abstrakt Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, das alle Aspekte des Lebens der Menschen welt­weit beeinflusst, insbesondere in Entwicklungsländern, wobei viele indigene Völker unverhält­nismäßig betroffen sind. Diese Forschung konzentriert sich darauf, wie lokale Gemeinschaften auf diese Veränderungen reagieren, indem sie durch ihre Handlungen Anpassungen vorneh­men. Mit einem qualitativen Ansatz untersucht die Studie, wie Kultur und lokale Wahrneh­mungen die Bewältigungsstrategien und Anpassungen an den Klimawandel in indigenen Ge­meinschaften in zwei Dörfern im Osten Irans beeinflussen. Die Datenerhebung erfolgte durch eine Kombination von Schneeball- und gezielten Samplingmethoden. Insgesamt nahmen 47 Personen (35 Männer und 12 Frauen) aus den Dörfern sowie organisatorische und lokale Infor­manten an 33 Einzelinterviews und vier Gruppeninterviews teil. Die Ergebnisse zeigten die Entstehung von zwei Subkulturen in den Dörfern, die durch Geographie und soziale Verbin­dungen geprägt waren. Diese Subkulturen beeinflussten die Reaktionen der Dorfbewohner auf die durch den Klimawandel verursachte Wasserknappheit. In Nord-Baraan diversifizierten die Dorfbewohner ihre einkommensschaffenden Tätigkeiten, schützten Wasserressourcen und for­derten einen Anteil an den Wasservorräten des Dorfes von den Regierungsbehörden. Im Ge­gensatz dazu wählten die Bewohner von Süd-Baraan die Migration und gerieten in Konflikte mit ihren Nachbarn über Wasserquellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die geogra­fische Lage eines Dorfes und seine Kultur der gemeinschaftlichen Teilnahme eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung von Strategien zur Minderung der Auswirkungen von Dürre und Kli­mawandel spielen.

Ali Schariati und Emile Durkheims Religionssoziologie

Volumen 37, Ausgabe 2, Dezember 2024, Seiten 241-257

https://doi.org/10.22034/spektrum.2025.494761.1016

Markus Fiedler

Abstrakt Als der iranische Soziologe Ali Schariati Anfang der 1960er Jahre nach Frankreich kam und 1964 an der Pariser Sorbonne promovierte, wurde er als Student der Soziologie nicht nur mit marxistischen Ideen, sondern v.a. auch mit der Religionssoziologie Émile Durkheims konfrontiert. Für Schariati, der sich der Religion zugewandt hatte und eine revolutionäre Interpretation des Islam entwickelte, stellte Durkheims Soziologie in mehrfacher Hinsicht eine große Herausforderung dar. Dem französischen Soziologen Émile Durkheim wird nicht nur das Verdienst zugeschrieben, die Soziologie als formale Disziplin in Europa etabliert, sondern ihr durch die Übernahme der Methoden der Naturwissenschaften bei der Untersuchung der Gesellschaft auch eine wissenschaftliche Basis verliehen zu haben. Seine Methodik entspringt dem Positivismus, einem Konzept, das erstmals vom französischen Mathematiker und Philosophen Auguste Comte (1798-1857) eingeführt wurde. Der Positivismus Durkheims stellte für Schariati gewissermaßen eine „methodische Herausforderung“ dar, da er alles Metaphysische und Religiöse als unwissenschaftlich verwarf. Weiterhin gilt Durkheim auch als Begründer des Funktionalismus, der die Religion letztlich nur in der Bedeutung ihrer gesellschaftlichen Funktion würdigte, was für Schariati als religiösen Menschen, für den die Religion eine ganz besondere Bedeutung hatte, ein Problem darstellen musste. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der, dass Durkheim in seinem Werk Les formes élémentaires de la vie religieuse („Die elemanteren Formen des religiösen Lebens“) bei seiner Untersuchung des Totemismus in einem Stamm der australischen Aborigines die Urreligion der Menschheit entdeckt zu haben glaubte, was eine wirkliche Herausforderung für Schariatis Denken darstellte. In diesem Artikel sollen zunächst die drei angesprochenen bedeutenden Aspekte der Religionssoziologie Durkheims kurz dargestellt werden und der iranische Soziologe Ali Schariati dem deutschen Leser kurz vorgestellt werden. Anschließend wird Schariatis Auseinandersetzung mit der Durkheimschen Religionssoziologie anhand dieser Punkte verdeutlicht und seine Denkweise dabei herausgestellt. Die Ergebnisse werden am Ende zusammengefasst

Iranischer Nietzsche: Ein Blick auf Nietzsches Rezeption im Iran

Volumen 36, Ausgabe 2, November 2023, Seiten 69-100

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.194629

Ahmadali Heydari, Navid Ghaffari, Amin Dorosti

Abstrakt Friedrich Wilhelm Nietzsche kann als der bedeutendste angesehen werden Zumindest der beliebteste Philosoph unter den Iranern. Er ist ein attraktiver und Sympathieträger nicht nur bei Philosophie-, Literatur- und Literaturinteressierten
Geisteswissenschaften, sondern auch unter einfachen Leuten. Alle seine Bücher waren ins Persische übersetzt und einige davon wurden ins Persische übersetzt nmehrmals. Auch iranische Erzählungen über Nietzsches Denken haben eine überraschende Wirkung Diversität. Auf der einen Seite dieser Erzählungen wird Nietzsche als Iraner gesehen mystisch, orientalistisch und antiwestlich und auf der anderen Seite völlig eine andere Person wird gesehen: Ein Nietzsche, der ein antimoralischer Philosoph/Dichter ist, kriegerisch und atheistisch, als wolle er bewusst mit allem kämpfen ist gut, gerecht und respektabel vor den Menschen. In diesem Artikel wird die Geschichte des Iran beschrieben Bekanntschaft mit Nietzsche und den verschiedenen Erzählungen, die es gab über ihn im Iran gebildet werden. Darüber hinaus werden einige der meisten vorgestellt wichtige Gründe für Nietzsches Attraktivität für Iraner und die Gründe für die Existenz derart unterschiedlicher Erzählungen wird ebenfalls untersucht.


Analyse der grundlegenden und philosophischen Auseinandersetzungen bei der Entwicklung von Bildungstechnologie im Iran im Hinblick auf die innovative Rolle neuer wissensbasierter Unternehmen

Volumen 36, Ausgabe 2, November 2023, Seiten 101-117

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.194644

Seyyede Mina Lezgee, Hossein Tajarenejad Abdollahi

Abstrakt Der Einsatz von Fernunterricht ist mehrere hundert Jahre alt. Die Verwendung davon Die Methode begann mit den grundlegendsten Korrespondenzmitteln und erfolgte schrittweise durch den Einsatz audiovisueller Mittel erweitert. Zusammen mit dem Online Die technische Revolution in der Welt im 21. Jahrhundert war ein Paradigmenwechsel im Sinne der Bildung geschaffen. Online-Bildung und die Nutzung von Technologische Hilfsmittel im Bildungsbereich verbreiteten sich allmählich. Aber das Plötzliche Der Ausbruch der Covid-19-Epidemie hat Schulen auf der ganzen Welt mit der Herausforderung konfrontiert Herausforderung, keinen Präsenzunterricht abhalten zu können. Daher seit 2020 der Prozess der Nutzung von Online-Bildung und der Fortschritt in der Bildung Der Technologiemarkt hat eine sehr hohe Geschwindigkeit erreicht. Das schnelle und weit verbreitete Entwicklung der Online-Bildung, insbesondere in Entwicklungsländern, konfrontiert viele Herausforderungen, darunter Dinge wie die Erstellung und Entwicklung von Infrastruktur-, Kultur- und Lehrakteuren im Bereich Aufklärung über den Umgang mit neuen Technologien. Aber der Umgang mit dem genannten Herausforderungen und die schnelle Entwicklung von Online-Bildungstools ist nicht die das einzige, was die Bildungseinrichtungen der Welt beschäftigte. Seit der Viele Denker haben die Frage nach der Anwendung von Technologie im Bildungsbereich gestellt kritisierte die Grenzen dieser Art der Bildung. Diese philosophischen Kritik hat viele Wurzeln, darunter die Prinzipien der Bildung und Ausbildung, die auf dem sokratischen Dialog, der Praxis pragmatischer Philosophen und anderen basieren Empirismus, die Spontaneität existentialistischer Denker und Heideggers Phänomenologische Sicht auf die Technik. In diesem Artikel wird beim Ausdrücken des Infrastrukturelle und philosophische Herausforderungen der Entwicklung von Bildungstechnologie im Iran haben wir die Rolle der wissensbasierten Technologie diskutiert Unternehmen im Umgang mit diesen Herausforderungen, und als Fallstudie: wir haben im Formular die Leistungsfähigkeit eines wissensbasierten Unternehmens untersucht eines Startups namens „Hamdars“ für Kritik und Anpassung philosophischer Themen Herausforderungen der Online-Bildung.


Die Bedeutung und Semiotik der Verschleierung von Frauen in verschiedenen Gesellschaften und Epochen

Volumen 36, Ausgabe 2, November 2023, Seiten 119-143

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.190298

Younes Nourbakhsh

Abstrakt Die Verborgenheit von Frauen hat eine lange Geschichte in der islamischen Welt und im Orient. Frauen wurden bekleidet und verborgen gehalten und in Bezug auf die soziale Distanzierung irgendwie zu Hause und von der Gesellschaft ferngehalten. Obwohl dies nicht immer so war und es einige Frauen gibt, die Muslima sind, aber das Hijab nicht tragen, hat diese Forschung einen soziologischen und semiotischen Ansatz in Bezug auf das Hijab und seine Bedeutung in verschiedenen Epochen gemäß religiösen Kriterien angenommen. Die Forschungsmethode ist deskriptiv-analytisch. Wir haben verschiedene Dokumente, sowie Zeitschriften und Websites, die sich mit diesem Thema befassen, genutzt, um Daten zu sammeln.
Zuerst haben wir eine theoretische Diskussion über Kleidung und die Schaffung von Bedeutung sowie Kleidung als soziale Handlung geführt. Danach haben wir das Hijab und seine symbolische Entwicklung untersucht. Hat die soziale Interpretation des Hijabs zu unterschiedlichen Reaktionen in verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten geführt? Die Forschung zeigt, dass islamische Gesellschaften manchmal von dem abgewichen sind, was der Koran über die Verborgenheit der Frauen lehrt, und neue Vorstellungen entwickelt haben. Aber hat dies zur Verstärkung des Patriarchats geführt?

Das technische Erbe Deutschlands in der iranischen Moderne in Bezug auf der Teheraner Gewerbschule

Volumen 36, Ausgabe 2, November 2023, Seiten 199-242

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.194654

Yasna Shenavaie, Ahmadali Heydari

Abstrakt Mit dem Beginn der industriellen Revolution in England, diesem Land wurde die erste Industriemacht der Welt und die Industrialisierung begann das wichtigste Anliegen der Regierungen. Nach England, Amerika und Europa begannen ebenfalls ihre Maßnahmen in Richtung Industrialisierung und erlangten bald ihren Erfolg und ihre Macht. Zur gleichen Zeit, Iran, unter der Land mit dieser Position, Industrialisierung ohne die Unterstützung eines Ein mächtiger Verbündeter schien unmöglich. Die verfügbaren historischen Beweise und Vereinbarungen zeigen, dass der Iran sich für Österreich und das Preußische Reich entschieden hat seine Ziele erreichen. Im Anschluss an den Treue- und Freundschaftsvertrag mit dem Deutsche, Arbeitskampfmaßnahmen begannen mit Hilfe von Deutschen und Österreichern spezialisierte menschliche Kräfte. Deutsche Spezialisten drangen in den Iran und in die Industrie ein Unternehmen nahmen ihre Tätigkeit auf. Neben ihnen könnten auch iranische Arbeiter davon profitieren wertvolle Gelegenheit, ihr Fachwissen zu erlernen und zu verbessern. Am meisten Ein herausragendes Beispiel für diesen Nutzen war die „Iran and Germany School“.
Ausgebildete Studierende im Bereich der technischen Wissenschaften und mit deutschen Lehrkräften im Herzen von Teheran. Die iranisch-deutsche Schule mit dem heutigen Namen Die „Technische Schule Teheran“ hat ein langlebiges und wertvolles Erbe hinterlassen Deutschland an die Iraner.


Gedenkfeier von Dr. Faramarz Behzad

Volumen 36, Ausgabe 2, November 2023, Seiten 273-279

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.194657

Melika Torkaman Boutorabi, Lina Shahraki

Abstrakt Dieser Bericht steht im Zusammenhang mit den beiden Vorlesungen, die dieses Jahr (2023) an der Allameh Tabataba’i Universität anlässlich des Gedenkens an Faramarz Behzad, einen bedeutenden iranischen Linguisten und Iranologen, gehalten wurden.
Die Redner, d. h. Frau Narjes Khodayi und Herr Mahmoud Haddadi, sind beide Fakultätsmitglieder der Shahid-Beheshti-Universität.
Dieser Bericht wurde mit der Unterstützung von Frau Lina Shahraki, einer Studentin der deutschen Sprache und Literatur an der Allameh Tabataba’i-Universität, und Dr. Torkaman, einem Fakultätsmitglied derselben Universität, erstellt. Darüber hinaus ist die Übersetzung dieses Berichts aus dem Persischen ins Deutsche, zusätzlich zu den Bemühungen der oben genannten Kollegen, Dr. Masoud Pourahmadali Tochahi (Fakultätsmitglied der Allameh Tabataba'i University) und Frau Kristina Prechtel (Dozentin von Allameh Tabataba) zu Dank verpflichtet 'i Universität).

Globalisierung, Krieg und Frieden in den Theorien der Internationalen Beziehungen

Volumen 36, Ausgabe 1, Juli 2023, Seiten 41-54

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.182712

Heinz Gärtner

Abstrakt Das internationale Umfeld ist global, ebenso wie die Theorien der internationalen Beziehungen. Es gibt gegensätzliche Pole zwischen realistischen und konstruktivistischen Ansätzen. Theorien über internationale Beziehungen entwickeln unterschiedliche Vorstellungen über die Wahrscheinlichkeit eines großen Krieges. Der Kontrast zwischen Geopolitik und Realismus einerseits, internationalen Institutionen, Interdependenz und Vernetzung andererseits spiegelt die Philosophien von Thomas Hobbes und Immanuel Kant wider.
Die „pluralistischen Sicherheitsgemeinschaften“ von Karl Deutsch könnten den Frieden durch gemeinsame Verantwortlichkeiten, Rechenschaftspflicht und Werte souveräner Staaten garantieren. Die „internationale Gesellschaft“ kann nach Hugo Grotius als „pluralistisch“ oder nach Kant als „solidaristisch“ gestaltet werden. Die Thesen vom „demokratischen Frieden“ interpretiert Kants friedensstrebende Republiken als moderne stabile Demokratien. Kleinere Staaten können sich aus Großmachtkonflikten heraushalten, indem sie ihre Nützlichkeit im Sinne von Kants Republiken unter Beweis stellen, die miteinander Handel treiben und Gastfreundschaft garantieren. Die internationalen Beziehungen schwanken auch im Zeitalter der Globalisierung zwischen Assoziation und Dissoziation.

Ich lebe in zwei Welten, ich schreibe in zwei Sprachen, ich schöpfe aus zwei Kulturen

Volumen 36, Ausgabe 1, Juli 2023, Seiten 105-110

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.184275

Mitra Shahmorad

Abstrakt Dies ist die Geschichte einer jungen Frau, die ihre Heimat und Vaterland, ihre Kultur und Sprache verließ, um in ein unbekanntes Land mit einer neuen Kultur und einer anderen Sprache zu ziehen. Nach einer schmerzhaften Übergangszeit gelang es ihr, die neue Umgebung zu ihrer eigenen zu machen und ihre Wurzeln mit ihrer neuen Welt zu verschmelzen.

Eine Perspektive auf das Muster des politischen Fortschritts (der Entwicklung) im Iran, inspiriert von den Konzepten der Revolution und des Revolutionismus

Volumen 36, Ausgabe 1, Juli 2023, Seiten 111-130

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.184276

Aref Abdollahi, Gholamreza Hamidikia, Mohammad Ali Poushi, Masoud Zabihi

Abstrakt Das Konzept der Entwicklung ist aus der Perspektive der semantischen Analyse entstanden, indem es auf den geistigen, philosophischen und denkenden Grundlagen des Westens basiert. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass das westliche Wissen die wesentliche Grundlage und treibende Kraft des Entwicklungskonzepts der modernen Ära darstellt. Westliches Wissen hat seine eigene Weltanschauung, Ontologie, Anthropologie und erkenntnistheoretische Werkzeuge. Daher ist ihre Analyse der Entwicklung und ihre Erkenntnisse über die islamische Perspektive zu diesem Thema unterschiedlich. Dieser Artikel hebt hervor, dass die Wahl der Entwicklungsmuster eng mit dem sozio-kulturellen Ursprung jedes Landes und seinen historischen Phasen verbunden ist. Deshalb ist es notwendig, diese kulturellen und historischen Elemente kontinuierlich auf dem Weg zur Entwicklung zu berücksichtigen.

Fortschritt als Selbstgefährdung? Zu Aufstieg und Fall von Zivilisation

Volumen 35, Ausgabe 2, November 2022, Seiten 99-137

Daniel Hildebrand

Abstrakt Auf die Frage „Was bestimmt den Aufstieg und Fall von Zivilisationen?“ gibt es keine offensichtliche Antwort. Es handelt sich um eine Fragestellung, die die Forschung seit Jahrtausenden begleitet. Die Disziplin der Universalgeschichte, die heute nahezu in Vergessenheit geraten ist, war letztlich mit derselben Aufgabe betraut, der sich auch die klassische, insbesondere die althistorische Geschichtsschreibung vergangener Jahrhunderte in ihrem praktischen Nutzen meist verpflichtet fühlte. In diesem Beitrag wird der Versuch unternommen, eine Hypothese zu formulieren, auf deren Grundlage sich die Ursachen für Aufstieg und Niedergang von Zivilisationen bestimmen lassen.

Die Rolle der Jugendlichen und Eliten in der „Erklärung zum zweiten Schritt der Revolution“

Volumen 35, Ausgabe 2, November 2022, Seiten 139-151

Mahdieh Mohammad Taghizadeh

Abstrakt Seit über 40 Jahren strebt die Islamische Revolution unter der Führung des Revolutionsoberhauptes und mit den Anstrengungen islamischer Kämpfer und Kommandeure wie Generalleutnant Märtyrer Hajj Qassem Soleimani sowie weiterer Mudschaheddin auf dem Weg der Wahrheit nach Fortschritt und Vervollkommnung. Die wichtigste Zielsetzung und Sorge des Revolutionsoberhauptes in der neuen Etappe der Revolution besteht darin, eine Grundlage für die Gestaltung und Wiederbelebung der modernen islamischen Zivilisation zu schaffen – ein Ziel, das nur mit der aktiven Mitwirkung der Jugend und akademischen Eliten verwirklicht werden kann, wobei auf die Ideale und den Diskurs von Widerstand und Standhaftigkeit gesetzt wird.
Die Rolle der Eliten eines jeden Landes für dessen Würde und Unabhängigkeit ist offensichtlich. Die Frage, die sich jedem bewussten Menschen stellt, lautet: Wie kann die Rolle der Jugend, der Eliten und der Regierung auf diesem Weg verwirklicht werden?
Zahlreiche Variablen spielen hierbei eine Rolle – eine davon ist die qualifizierte und kreative menschliche Ressource, die wir als „Elite“ bezeichnen. Möglicherweise ist uns die Bedeutung der Existenz von Jugend und Eliten in einer Gesellschaft nicht vollständig bewusst. Die zentrale Fragestellung dieser Untersuchung besteht daher darin, diese Rolle und Position näher zu erläutern.

„Selbstbildung, Gesellschaftsumschaffung und Zivilisationsherausbildung“ im postrevolutionären Iran Eine Überblicksdarstellung der „Erklärung des zweiten Schritts der Revolution“ von Ajatollah Khamenei mit abschließendem Augenmerk auf einigen kulturpolitischen Aspekten

Volumen 35, Ausgabe 1, April 2022, Seiten 145-160

Mehrdad Saeedi

Abstrakt Anlässlich des 40. Jahrestages der Islamischen Revolution im Iran wurde am 11. Februar 2019 statt einer jährlichen Dankesbotschaft an die Nation ein neues revolutionäres Manifest, das „Manifest der zweiten Stufe“, vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Seyyed Ali Khamenei verkündet. Darin erklärte Ayatollah Khamenei, dass die Islamische Revolution im Iran eine neue evolutionäre Phase betrete, die weit entscheidender sei als die ersten 40 Jahre oder die „erste Stufe“ im historischen Prozess des Aufbaus der Neuen Islamischen Zivilisation. Dieser Artikel erläutert, warum dies so ist, indem er die genaue Wortwahl des Manifests zitiert und kommentiert. Darüber hinaus werden die zentralen Konzepte, die dem Manifest zugrunde liegen, nämlich „Selbstbildung“, „Gesellschaftsneugestaltung“ und „Zivilisationsneugestaltung“, sowie der Hauptfokus des Artikels, nämlich die kulturpolitischen Aspekte des Manifests, aus der textuellen Perspektive untersucht und erklärt. Das Hauptziel dieses Artikels ist es, dieses Manifest, das zweifellos eines der aktuellsten und wichtigsten Dokumente der iranischen Kulturpolitik seit 1979 ist, dem deutschsprachigen Leser als interessierten Kulturdialogpartner näherzubringen und ein Bewusstsein für mögliche Probleme im Zusammenhang mit dem Kulturdialog zu schaffen.

Einige Bemerkungen zur Wechselwirkung zwischen westlicher und islamischer Erkenntnistheorie

Volumen 35, Ausgabe 1, April 2022, Seiten 161-187

Mohammad Hossein Safaei

Abstrakt Während der Entwicklung epistemologischer Fragen und der Erklärung verschiedener intellektueller Mechanismen in Europa können auch im Islamischen Welt epistemologische Bemühungen zur Intellektualität und epistemischen Rechtfertigung beobachtet werden.
Der Glaube der Usuliten an den Internalismus und die Akzeptanz des Externalismus durch die Akhbariten (trotz der Tatsache, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen der islamischen Tradition und der westlichen Philosophie gab) oder die Diskussion über verschiedene Lösungen des Gettier-Problems sind einige Beispiele dieser Bemühungen.
Die Theorie der wesentlichen Produktion, die eine Ansicht zwischen Rationalismus und Empirismus darstellt, ist eine der bekanntesten (oder vielleicht die beste) epistemischen Theorien, die zur Lösung des Induktionsproblems in der islamischen Welt herangezogen wurde, während gleichzeitig im Westen lange Debatten über die Lösung des Induktionsproblems geführt wurden. Das Ziel dieses Artikels ist es, die Möglichkeit aufzuzeigen, epistemologische Verfeinerungen aus der islamischen und westlichen Tradition in ihren speziellen epistemischen Untersuchungen zu nutzen.
Da die epistemischen Implikationen des Internalismus und Externalismus im Westen detaillierter untersucht wurden, können diese Implikationen zur Verbesserung der Mechanismen verwendet werden, die göttliche Gebote aus ihren Ursachen ableiten. Andererseits kann die Einführung neuer intellektueller Strukturen, die in der islamischen Tradition vorgeschlagen wurden, zu einer Neubewertung der aktuellen Kategorisierungen der Rechtfertigungsstrukturen der Epistemologie führen, die von den westlichen Epistemologien vorgeschlagen wurden.

Bedingungen für die Verwirklichung der in der Erklärung zur zweiten Phase der Revolution formulierten Prinzipien: Öffentliche und private Sphären

Volumen 34, Ausgabe 2, Dezember 2021, Seiten 109-116

https://doi.org/10.22034/spektrum.2021.184496

Zohreh Ghorbani-Madavani

Abstrakt In der Erklärung zur zweiten Phase der Revolution hat der Oberste Führer der Islamischen Revolution weise Leitlinien formuliert, wie wir unsere gesellschaftliche Stellung verbessern und zudem werden können, was wir sein sollten. Nachdem er die Gründe für die Islamische Revolution dargelegt hatte, verwies er auf deren grundlegende Werte wie Freiheit, Ethik, Gerechtigkeit, Unabhängigkeit, Würde, Rationalität und Spiritualität – Werte, die die Menschheit im Laufe der Geschichte stets angestrebt hat und weiterhin anstreben wird. In inspirierenden und hoffnungsvollen Sätzen wandte sich der Oberste Führer an die gläubige und engagierte Jugend als Motor der Revolution und betonte deren zentrale Rolle für die Fortführung und Erhebung der Revolution. Dieser Beitrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über die Erklärung zur zweiten Phase der Revolution und unterbreitet anschließend Vorschläge zur Verwirklichung der in der Erklärung formulierten Ziele – unter besonderer Berücksichtigung ihrer öffentlichen und privaten Komponenten.

Überprüfung und Identifizierung der Medienstrategie von Arbaeen

Volumen 34, Ausgabe 2, Dezember 2021, Seiten 215-245

https://doi.org/10.22034/spektrum.2021.184513

Hamid Mohammadi, Akbar Nasrollahi, Mohammad Reza Jalilvand, Seyed Mohammad Hosseini

Abstrakt Arbaeen als große religiöse Bewegung ist ein Super-Medienereignis, ein transnationales Phänomen und ein einzigartiges Kommunikationsmodell. Daher muss die Medienberichterstattung hochgradig prinzipientreu, korrekt und zielgerichtet sein.
In diesem Artikel mit dem Titel Bestimmung der Medienstrategien für die Arbaeen-Berichterstattung wurde qualitative Forschung mittels der Grounded-Theory-Methodik auf eine statistische Gruppe von Medienexperten und Fachleuten angewandt. Insgesamt wurden 15 Interviews nach der Schneeballmethode bis zur theoretischen Sättigung durchgeführt. Nach der Kategorisierung der Aussagen und ihrer offenen sowie zentralen Kodierung zeigen die Ergebnisse, dass die Medienstrategie in vier Kategorien eingeteilt werden kann: Zielsetzung, Nachrichtenauswahl, Medien und Zielgruppenbestimmung.
Zu den Hauptzielen im Bereich der Zielsetzung gehören Arbaeen-Realismus, Vermeidung von Übertreibung, Einbeziehung politischer Interessen, Verfolgung sozialer und wirtschaftlicher Interessen, Bewusstseinsstrategie und Überzeugungsstrategie. Bei der Botschaftsgestaltung sind die Attraktivität der Nachricht, Kreativität, Innovation, Spezialeffekte, Vermeidung von Wiederholungen und doppelten Inhalten sowie der Einsatz von Anreizen (logisch und moralisch) die zentralen Inhaltskomponenten. Die Zielgruppen sind Schiiten und Muslime weltweit, alle Religionen und Nutzer, während die wichtigsten Medien Umweltmedien, inländischer Rundfunk und Fernsehen, soziale Netzwerke und ausländische Medien sind

Siehst du die Stadt? Bemerkungen zu der Beschreibung „orientalischer Städte“ in deutschsprachigen Reiseberichten des 19. Jahrhunderts

Volumen 34, Ausgabe 1, Juni 2021, Seiten 17-34

https://doi.org/10.22034/spektrum.2021.184657

Felix Bachmann

Abstrakt Der Artikel befasst sich mit deutschsprachigen Reisenden des 19. Jahrhunderts, die in den sogenannten „Orient“ reisten. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Beschreibung orientalischer Städte in ihren Reiseberichten. Anhand des Vergleichs von Textpassagen verschiedener Autoren werden zentrale Merkmale und Gemeinsamkeiten dieser Beschreibungen aufgezeigt. Es wird festgestellt, dass die Darstellung der Städte stark durch Stereotype und falsche Erwartungen geprägt ist. Diese resultieren aus dem Mangel an objektiver Literatur und fundierten Informationen über die Eigenart orientalischer Städte.
Darüber hinaus berichten die Autoren aus einer eurozentrischen Perspektive. Die Vorstellung von einer Überlegenheit des Okzidents gegenüber dem Orient prägt auch die Beschreibung der besuchten Städte. Lediglich in einem der zitierten Berichte fehlt dieses Element weitgehend. Der betreffende Autor war im Gegensatz zu den anderen weder Gesandter noch Gelehrter, sondern ein frommer Handwerksbursche.

Die „Erklärung zum Zweiten Schritt der Revolution“ und ihre Bedeutung hinsichtlich der gesellschaftspolitischen Problematik Irans

Volumen 33, Ausgabe 2, November 2020, Seiten 1-22

https://doi.org/10.22034/spektrum.2020.184476

Abbas Ali Rahbar

Abstrakt Die Erklärung zum zweiten Schritt der Revolution als strategische und intelligente Charta verweist auf drei synergetische und miteinander verbundene Achsen: „Theorie des revolutionären Systems, Potenzial der Islamischen Republik Iran und die langfristige Perspektive einer neuen islamischen Zivilisation.“ Die Stärken der Islamischen Republik Iran – wie die Etablierung einer religiösen Demokratie, politische Unabhängigkeit, nationales Selbstvertrauen und die Beteiligung des Volkes an seinem politischen und sicherheitspolitischen Schicksal – legen auf der Grundlage historischer Belege einen realistischen Fokus auf sozialpolitische Fragestellungen. Unter Anwendung eines interpretativen Ansatzes und unter Nutzung der Technik der Eliten-Stichprobenanalyse stellt dieser Artikel die qualitative These auf, dass sich die wichtigsten sozialpolitischen Herausforderungen der Islamischen Republik Iran in Bereichen wie fehlende umfassende Gerechtigkeit, staatsabhängige Wirtschaft, Transformation authentischer human-religiöser Werte sowie Oberflächlichkeit gegenüber dem Feind zusammenfassen lassen.

Die Manifestation der iranisch-islamischen Identität im Design von Qajar-Frauenkleidung

Volumen 33, Ausgabe 2, November 2020, Seiten 91-110

https://doi.org/10.22034/spektrum.2020.190277

Mona Jahanpour, Fahimeh Zarezadeh

Abstrakt Zweifellos gehört die Analyse der Kleidungsgeschichte eines Volkes zu den wichtigsten Wegen, vergangene Kulturen kennenzulernen. Da die Geschichte der Kleidung ein Teil der Zivilisationsgeschichte ist und in engem Zusammenhang mit der Kultur des Volkes steht, bieten entsprechende Studien ein klareres Bild der kulturell-künstlerischen Gegebenheiten.
Angesichts der Tatsache, dass die Kadscharenzeit mit geistigen und industriellen Umbrüchen in Europa, den Reisen iranischer Höflinge in den Westen und zunehmenden Beziehungen zwischen Iran und dem Westen zusammenfiel, stellt sich folgende Frage: „Wie wurden die Kleider der Kadscharinnen auf der Grundlage iranisch-islamischer Identitätsmerkmale entworfen und hergestellt, sodass sie sich – wie in historischen Bilddokumenten ersichtlich – deutlich von der westlichen Kleidungskultur unterschieden?“
Die Ergebnisse der qualitativen Analyse zeigen: Da die Kleidung auf vier Ansätzen – nämlich einem nationalen, religiösen, humanistischen und sozialen – basierte, waren alle Bestandteile und Accessoires von gängigen Mustern, Modellen, Stoffen und Verzierungen inspiriert, die im Volk verbreitet waren. Auf diese Weise manifestierte sich die iranisch-islamische Identität in der Frauenkleidung der Kadscharenzeit.

Gastfreundschaftskultur und diplomatische Rituale im Iran zur Zeit der Ṣafavīden Nach europäischen Reiseberichten im 15. bis 18. Jahrhundert

Volumen 32, Ausgabe 2, September 2019, Seiten 67-96

Ali Shahidi, Kosar Habibi

Abstrakt Aus der iranischen Gastfreundschaftskultur der safawidischen Epoche entwickelte sich eine höfische Etikette, die die Grundlage für das diplomatische Protokoll des Safawidenreichs bildete. Die Einzelheiten dieses Protokolls und der Etikette sind jedoch – möglicherweise aufgrund ihrer Vertrautheit oder vermeintlichen Unwichtigkeit in den Augen der iranischen Bevölkerung – in den persischen historischen Quellen nur spärlich dokumentiert. Vielmehr lassen sie sich in nichtiranischen Quellen, insbesondere in den europäischen Reiseberichten des 15. bis 18. Jahrhunderts, auffinden, deren Verfasser mit den iranischen Förmlichkeiten nicht vertraut waren und diese daher detailliert niederschrieben. Im vorliegenden Beitrag wurde versucht, diese Protokollregeln und Etikette auf Grundlage europäischer Reiseliteratur zu sammeln und systematisch darzustellen. Dabei werden verschiedene Aspekte dieser höfischen Förmlichkeit behandelt, darunter der Zeitpunkt von Ein- und Ausreise diplomatischer Gesandtschaften, Datum und Ort des königlichen Empfangs, Rangordnung und Empfang ausländischer Delegationen, die Art der Huldigung gegenüber dem Schah, Sitzordnung, Übergabe und Annahme königlicher Geschenke sowie das Einholen einer Ausreisegenehmigung durch königliches Dekret. Diese Elemente des diplomatischen Protokolls in der safawidischen Zeit unterscheiden sich wesentlich von den Praktiken früherer Epochen. Die Ausgestaltung dieses Protokolls führte auch zur Entstehung bestimmter Ämter und Titel wie Mihmāndār und Mihmāndār-bāschī, deren Träger verpflichtet waren, ausländische Gäste und diplomatische Delegationen von ihrer Ankunft bis zur Abreise mit größtem Respekt und höchster Gastfreundschaft zu betreuen.

Der Transfer von Wissenschaft und Technologie von Österreich nach Iran

Volumen 32, Ausgabe 1, Marsch 2019, Seiten 19-33

Mohammad Hadi Varahram

Abstrakt Diese Studie befasst sich mit dem Transfer von Wissenschaft und Technologie von Österreich nach Iran. Die angewandte Methode ist eine bibliotheksgestützte Forschung mittels Dokumentenanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass der Wissenstransfer direkt durch die Gründung des Dār al-Fonūn (Polytechnikum) in Teheran und indirekt durch die Dienstleistungen ausländischer Lehrer, Militärberater, Übersetzer, Ärzte, durch die Reisen der Kadscharenkönige nach Europa, den Bau von Straßen, Brücken, Eisenbahnen, Postdiensten, Münzanstalten, Sicherheitskräften sowie durch den Import militärischer Ausrüstung aus Österreich und deren Nachahmung im Iran erfolgte. Die Hauptaussage der vorliegenden Arbeit besteht darin, den Einfluss dieses Transfers auf Iran und dessen Bedeutung in den jeweiligen Bereichen aufzuzeigen.

Hat der Westen uns besiegt? Zur heutigen Rezeption der Werke von ʿAlī Schariʿatī und Āl-e Aḥmad im Iran

Volumen 32, Ausgabe 1, Marsch 2019, Seiten 35-58

https://doi.org/10.22034/spektrum.2019.223883

Katajun Amirpur

Abstrakt Im Jahr 1962 erschien im Iran eine Broschüre, die viele Gedanken enthielt, welche Edward Said später in seinem Werk Orientalism formulierte. Diese Broschüre war Ǧalāl Āl-e Aḥmads Gharbzādegī. In ähnlicher Weise setzte sich diese westkritische Denkweise in ʿAlī Schariʿatīs Ummat wa Imāmat fort. Diese beiden Bücher, zusammen mit Tanbīh al-umma wa tanzīh al-milla (Mahnung an die Gemeinschaft und Reinigung der Nation) von Mīrzā Moḥammad Ḥosein Nāʾīnī sowie Āyatollāh Rūḥollāh Ḫomeynīs Ḥokūmat-e eslāmī (Die islamische Regierung), gehören wohl zu den einflussreichsten Werken Irans im 20. Jahrhundert. Der vorliegende Beitrag analysiert diese Werke und untersucht ihre heutige Rezeption im Iran.