Spektrum Iran
Schlüsselwörter = interkultureller Dialog

Interkulturelle Balance? Zu Goethes West-östlichem Divan

Volumen 36, Ausgabe 1, Juli 2023, Seiten 33-40

https://doi.org/10.22034/spektrum.2023.182665

Anke Bosse

Abstrakt In den Gedichten und der Prosa seines West-östlichen Diwan setzt Goethe interkulturelle Ausgewogenheit und Dialog auf eine Weise um, die den Leser (aller Zeiten) dazu zwingt, sich diese Ausgewogenheit und diesen Dialog mit „skeptischer Beweglichkeit“ anzueignen. Der Artikel zeigt dies anhand von fünf Beispielen: drei Gedichten, der außergewöhnlichen Titelseite der Erstausgabe des Divan (1819) und dem Hafis-Goethe-Denkmal in Weimar. Das letzte, mit Gedichten von Hafis und Goethe geschmückte Gebäude wurde im Jahr 2000 eingeweiht.

Zwischen Kulturkampf und Kulturdialog Zur Auswärtigen Kulturpolitik der Islamischen Republik Iran gegenüber dem Westen - oder zum Iran-Image im Westen seit 1979

Volumen 33, Ausgabe 2, November 2020, Seiten 149-163

https://doi.org/10.22034/spektrum.2020.190287

Mehrdad Saeedi

Abstrakt Gegenstand dieses Artikels ist die auswärtige Kulturpolitik der Islamischen Republik Iran gegenüber der westlichen Welt, die aus Staaten mit gemeinsamen Wertgrundlagen besteht. Obwohl der Autor bei der Auswahl von Beispielen zur Untersuchung der kulturellen Interaktion und Konfrontation Irans mit dem Westen keinen spezifischen westlichen Staat in den Fokus nimmt, berücksichtigt er aufgrund des Umfangs und der Tradition der Beziehungen insbesondere die Bundesrepublik Deutschland – sowohl vor als auch nach der Islamischen Revolution. Ziel dieses Artikels ist es, politische Ereignisse zu untersuchen, die nicht nur von historischer Bedeutung waren, sondern aus kulturpolitischer Perspektive auch eine entscheidende Rolle bei der Prägung des mehr oder weniger negativen Bildes des heutigen Iran in der westlichen Welt und deren Medienimperium spielten. Der Autor versucht, die offiziellen iranischen Haltungen zu kontroversen politisch-kulturellen Ereignissen mit dem Westen für ein westliches, insbesondere deutschsprachiges Publikum neutral darzustellen. Den analytischen Rahmen dieses Artikels bilden die Ereignisse nach der Islamischen Revolution Irans als historisch bedeutsamster Moment der neueren iranischen Geschichte unter dem Einfluss der Kolonialmächte und als Wendepunkt der Rückbesinnung auf die islamische Identität des Landes.