Spektrum Iran

Logos oder göttliches Wort aus der Sicht von Origenes von Alexandria und Feyż Kāšānī

Art des Dokuments : Original Research Papers

Autoren

1 Doktorand in Religions- und Mystikstudien an der Azad Islamic University of North Teheran, Iran,

2 Assistenzprofessor an der Azad Islamic University in Nord-Teheran, Iran

Abstrakt
Die Konzepte des „Logos“ bzw. „Wortes Gottes“ stehen im Zentrum der christlichen und islamischen Theologie, wobei ihre jeweilige Auslegung auch andere theologische Elemente beeinflusst. Diese deskriptiv-komparative Studie versucht, die Sichtweisen von Origenes von Alexandria und Feyż Kāšānī in diesem Zusammenhang einander anzunähern. Beide strebten danach, der Theologie durch philosophische (neuplatonische oder aristotelische) Grundlagen Rationalität zu verleihen und glaubten an ein System göttlicher Manifestationen, das sich in mystischen (gnostischen oder sufistischen) Kontexten vollzieht. Sie betrachteten den Logos bzw. das Wort als einen der Namen der Gottheit, der auf Grundlage der göttlichen „Gnade“ oder des „feyż/luṭf“ von Gott hervorging und sich als die Wahrheit Jesu bzw. die muḥammadīsche Wahrheit offenbarte. Diese Realität nahm in einem späteren Stadium eine niedere Stufe der Schöpfung an und manifestierte sich in den Seinsbereichen und in der Menschheit. Zudem bewahrt das göttliche Wort das Universum und leitet die Geschöpfe zur Rückkehr zu Gott an. Die Ähnlichkeit in der Auslegung des Logos bei Origenes und Feyż zeigt insbesondere: Das schiitisch-mystische Verständnis der Stellung Jesu Christi – gestützt auf die Aussagen der Maʿṣūmīn (Friede sei mit ihnen) – weist deutliche Parallelen zu einer Art von

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