Spektrum Iran
Richtlinie zu Korrekturen und Rücknahmen

SPEKTRUM IRAN (SPIR) verpflichtet sich zur Wahrung der Integrität, Genauigkeit und Zuverlässigkeit des wissenschaftlichen Publikationsprozesses. Die Zeitschrift orientiert sich bei der Bearbeitung von Fehlern, ethischen Fragestellungen und nachträglichen Problemen im Zusammenhang mit veröffentlichten Beiträgen an international anerkannten Standards der Publikationsethik, insbesondere an den Richtlinien und Empfehlungen des Committee on Publication Ethics (COPE).

Korrekturen

SPIR erkennt an, dass in veröffentlichten wissenschaftlichen Beiträgen gelegentlich Fehler auftreten können. Wenn ein wesentlicher Fehler festgestellt wird, der die Genauigkeit, Interpretation oder wissenschaftliche Aussage eines Artikels beeinflusst, veröffentlicht die Zeitschrift eine entsprechende Korrekturmitteilung.

Korrekturen können folgende Formen annehmen:

  • Erratum: Korrektur von Fehlern, die während des redaktionellen Bearbeitungs- oder Produktionsprozesses entstanden sind.
  • Corrigendum: Korrektur von Fehlern, die von den Autorinnen und Autoren festgestellt wurden und den veröffentlichten Beitrag betreffen, ohne jedoch die zentralen Ergebnisse oder Schlussfolgerungen der Arbeit ungültig zu machen.

Alle Korrekturhinweise werden dauerhaft mit dem Originalartikel verknüpft und eindeutig gekennzeichnet, um Transparenz zu gewährleisten und die Integrität des wissenschaftlichen Archivs zu erhalten. Geringfügige Tipp- oder Formatierungsfehler, die keinen Einfluss auf die Bedeutung oder Interpretation des Artikels haben, erfordern in der Regel keine formelle Korrektur.

Rücknahme von Artikeln (Retractions)

SPIR kann einen veröffentlichten Artikel zurücknehmen, wenn schwerwiegende Probleme festgestellt werden, die die Gültigkeit, Zuverlässigkeit oder ethische Integrität der Forschung beeinträchtigen. Eine Rücknahme dient der Korrektur des wissenschaftlichen Publikationsarchivs und stellt keine Sanktion gegen die Autorinnen und Autoren dar.

Eine Rücknahme kann unter anderem in folgenden Fällen erfolgen:

  • Nachweis, dass Forschungsergebnisse oder Schlussfolgerungen aufgrund schwerwiegender Fehler unzuverlässig sind;
  • Datenfälschung, Datenmanipulation oder Erfindung von Forschungsergebnissen;
  • Plagiat, Doppelpublikation oder erhebliche Überschneidungen mit bereits veröffentlichten Arbeiten;
  • Schwere Verstöße gegen Forschungsethik oder Publikationsstandards;
  • Nicht offengelegte Interessenkonflikte, die die Forschung oder deren Interpretation wesentlich beeinflusst haben;
  • Manipulation oder Beeinträchtigung des Peer-Review-Verfahrens.

Die Entscheidung über eine Rücknahme wird von der Chefredaktion (Editor-in-Chief) nach Beratung mit dem Redaktionsteam und gegebenenfalls mit externen Fachgutachterinnen und Fachgutachtern getroffen. Rücknahmehinweise erläutern transparent den Grund der Rücknahme, bleiben dauerhaft mit dem Originalartikel verbunden und gewährleisten die Nachvollziehbarkeit des wissenschaftlichen Publikationsprozesses.

Erklärung von Bedenken (Expression of Concern)

Wenn erhebliche Zweifel an der wissenschaftlichen Integrität oder Zuverlässigkeit eines veröffentlichten Artikels bestehen, eine abschließende Untersuchung jedoch noch nicht abgeschlossen ist oder die verfügbaren Informationen keine unmittelbare Rücknahme rechtfertigen, kann SPIR eine Erklärung von Bedenken (Expression of Concern) veröffentlichen.

Eine solche Erklärung informiert die Leserschaft darüber, dass Fragen hinsichtlich eines veröffentlichten Beitrags bestehen, während weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Sie bleibt mit dem Originalartikel verknüpft, bis eine endgültige Entscheidung getroffen wurde, die zu einer Korrektur, Rücknahme oder keiner weiteren Maßnahme führen kann.

Hinweise nach der Veröffentlichung

Leserinnen und Leser, Autorinnen und Autoren, Gutachterinnen und Gutachter sowie andere wissenschaftliche Beteiligte werden dazu ermutigt, die Redaktion über mögliche Fehler oder ethische Bedenken bezüglich veröffentlichter Artikel zu informieren.

Alle eingegangenen Hinweise werden vertraulich geprüft und gemäß den Publikationsethik-Verfahren von SPIR sowie den einschlägigen Empfehlungen von COPE bearbeitet.