Spektrum Iran

Die Theorie der konzeptionellen Vermischung und IbnʿArabys mystische Lesart der Erzählung vom Stab des Moses

Art des Dokuments : Original Research Papers

Autoren

1 Gastwissenschaftler an der Universität Bamberg, Deutschland; Doktorand der islamischen Philosophie und Theologie, Abteilung für islamische Philosophie und Theologie, Fakultät für Theologie und Islamische Studien, Universität Teheran, Teheran, Iran.

2 Ordentlicher Professor für islamische Philosophie und Theologie, Abteilung für islamische Philosophie und Theologie, Fakultät für Theologie und Islamische Studien, Universität Teheran, Teheran, Iran.

Abstrakt
Dieser Aufsatz trägt zur Erklärung bei, wie das koranische Bild des Atheismus in der symbolischen Interpretation von Ibn ʿArabī entsteht. In Fusūs al-Hikam (Die Weisheitsperlen) wird die Verwandlung von Moses’ Stab in eine Schlange als die Verwandlung von Atheismus und Auflehnung (maʿsiya) in Theismus und Gehorsam (ṭāʿat) gedeutet. Die Lesart Ibn ʿArabīs der besprochenen koranischen Erzählung, so wird in diesem Beitrag vorgeschlagen, erreicht eine besondere Vorstellungskraft und Kreativität durch die konzeptuelle Vermischung – eine Theorie, die von Fauconnier und Turner entwickelt wurde. Dieser Beitrag folgt einem kognitiv-linguistischen Ansatz, der helfen soll zu verstehen, wie Ibn ʿArabīs Interpretation die faktischen und religiösen Elemente in einer Vermischung verknüpft – als einzige Möglichkeit, wie die komplexen religiösen Botschaften und moralischen Werte aus Mustern entstehen, die sich auf zugängliche menschliche Erfahrungen in der natürlichen Welt beziehen.

Schlüsselwörter

Hauptthemen