Die Ontologie Mullā Ṣadrās und der Vorwurf der Ontotheologie Versuch einer Interpretation der Philosophie Mullā Ṣadrās im Lichte der Metaphysikkritik Heideggers

Art des Dokuments : Originaler Artikel

Autor

Assistant Professor, Department of Philosophy, Faculty of Literature and Humanities, University of Tehran, Iran.

Abstrakt

In diesem Aufsatz versuche ich, einige Aspekte der ontologischen Lehre des iranischen Philosophen Mullā Ṣadrā neu zu lesen und zu interpretieren, entsprechend der radikalen Kritik der gesamten Geschichte der Metaphysik und Ontologie, die der deutsche Philosoph Martin Heidegger in seiner Zerstörung der Geschichte der Metaphysik und Ontologie nachdrücklich zum Ausdruck bringt Metaphysik. Heidegger bündelt seine Kritik unter dem Titel Ontotheologie und weist damit auf das Fehlen eines expliziten Verständnisses des Problems der ontologischen Differenz hin, das sich in der Reduktion des Seins des Seienden auf ein absolutes und erstes Sein als einen absoluten Intellekt zeigt. Ich versuche zu erklären, wie die ontologische Lehre von Mullā Ṣadrā, d. h. die „Priorität des Seins“, mit dieser Kritik konfrontiert werden könnte und welche möglichen Antworten seine Philosophie entsprechend der grundlegenden ontologischen Herausforderung haben könnte, die der Begriff des Seins – und folglich – hat die ontologischen Konzepte im Allgemeinen – lassen sich ontotheologisch nicht auf einen kausalen Zusammenhang mit dem ersten und höchsten Wesen oder auf eine Reflexion und eine Abstraktion des menschlichen Subjekts reduzieren. Um diese möglichen Antworten offenzulegen, diskutiere ich zwei spezifische Aspekte der Ontologie von Mullā Ṣadrā. Erstens sein Versuch, die scholastische Unterscheidung zwischen Wesen und Existenz zu überwinden, und zweitens sein anderes ontologisches Verständnis der spezifischen und einzigartigen Universalität des Seins.


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