Bekanntschaft westlicher Künstler mit der orientalischen und islamischen Kultur und Kunst durch internationale Ausstellungen

Art des Dokuments : Originaler Artikel

Autor

Associate Professor an der Al-Zahra University, Teheran, Iran

Abstrakt

Der direkte Kontakt der Europäer mit der Kultur, dem Kunsthandwerk des Orients und der islamischen Nationen war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts begrenzt und es lagen nur unzureichende Kenntnisse über die Existenz dieser Werke vor.
Es herrschte Unsicherheit über die Unterscheidung der Kunstwerke aus verschiedenen orientalischen Ländern, ihre Eigenschaften, ihre Epoche sowie ihre Herstellungsmethoden, Leistung und Qualität.
Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es möglich, in den westlichen Strukturen internationale Ausstellungen und die Zusammenführung von Industrien und Kunstwerken aus verschiedenen Orientländern sowie deren kultureller Ausprägung und Tiefe zu differenzieren.
Der direkte Kontakt mit diesen Werken trug nicht nur dazu bei, dass die europäischen Eliten mit der orientalischen Kunst bekannt wurden, sondern weckte auch das Interesse und den Wunsch europäischer Künstler, sich mit den Merkmalen der islamischen Kunst auseinanderzusetzen, ihre Muster, Ornamente und Formen zu kopieren und sich ihrer zu nähern künstlerische Methoden zu erlernen und sich von ihnen beeinflussen und inspirieren zu lassen. Die Forschungsfrage dieses Aufsatzes lautet: 1Warum organisierten europäische Länder ab der Mitte des 19. Jahrhunderts internationale Ausstellungen zu Industrie, Kultur und Kunst?
2 Wie wurden europäische Künstler beim Besuch dieser Ausstellungen von orientalischer Kunst beeinflusst? 3 Welche konzeptionellen und grundlegenden Veränderungen hat es für europäische Künstler mit sich gebracht?
Die Hypothese des Aufsatzes legt nahe, dass die europäischen Länder zwar im Einklang mit den Möglichkeiten ihrer postkolonialen Politik diese Ausstellungen organisierten, um sich über die kulturellen und industriellen Fähigkeiten der Länder zu informieren, Künstler in ihrer direkten Auseinandersetzung mit islamischer und orientalischer Kunst jedoch davon beeinflusst wurden Sie prägten dies in ihrem Stil und der Darbietung ihrer Werke, so dass es zu einer Veränderung ihrer künstlerischen Haltung kam. Die Forschungsmethodik dieses Aufsatzes ist eine qualitative historische Analyse der Daten, die durch das Sammeln von Bibliotheksdokumentationsmaterial gewonnen wurden, wobei die Prioritäten genannt und die Hypothese gestützt werden.

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