Spektrum Iran

Ein Beweis für das Unbeweisbare? Ein Vergleich zwischen Anselms ontologischem Gottesbeweis und dem Beweis der Ṣeddīqīn

Art des Dokuments : Original Research Papers

Autoren

1 Sharjah Chair in Global Islam, McMaster University, Kanada.

2 Doktorandin, Universität Bonn, Deutschland

Abstrakt
Das Wort Ṣeddīqīn ist von Ṣādeq abgeleitet und bezeichnet eine Person, die stets die Wahrheit spricht. In der islamischen Philosophie gibt es unterschiedliche Herangehensweisen an den Gottesbeweis der Ṣeddīqīn, die in diesem Beitrag vorgestellt und diskutiert werden. In der westlichen Philosophie gilt Anselm von Canterbury als Begründer des ontologischen Gottesbeweises. In seinem Werk Proslogion definiert Anselm Gott als ein Wesen, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann. Da dieses Wesen im Geist eines jeden existiert, müsse es folglich auch in der Realität existieren. In diesem Beitrag wird der Gottesbeweis der Ṣeddīqīn in der islamischen Philosophie untersucht und mit Anselms Gottesbeweis in der westlichen Philosophie verglichen.

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