Spektrum Iran

Von Balkh bis Ṭanǧa – Geschichte und Geschichten von Adaption und Akkulturation (8.–12. Jahrhundert)

Art des Dokuments : Original Research Papers

Autor

Eberhard Karls University Tübingen, Deutschland

Abstrakt
Der Artikel untersucht die Dynamiken von Migration und kulturellem Austausch zwischen dem Osten (insbesondere Iran) und dem Westen (mit Fokus auf Al-Andalus) vom 8. bis 12. Jahrhundert. Er hinterfragt das vereinfachende Motto „Migration bereichert“ und analysiert komplexe Akkulturationsprozesse, bei denen nicht alle übertragenen Elemente angenommen oder bewahrt wurden. Im Mittelpunkt stehen Händler, Gelehrte und Handwerker als Vermittler kultureller Einflüsse, darunter persische Spuren in Religion, Architektur (z.B. sassanidische Motive im Löwenhof der Alhambra), Dichtung und Medizin. Thematische Schwerpunkte umfassen die jüdisch-persische Diaspora, die Adaptation sassanidischer Kunst in Andalusien und persische Lehnwörter im Spanischen. Die Studie zeigt, dass Kulturaustausch oft zufällig – geprägt durch Handel, Eroberungen und Gelehrtennetzwerke – stattfand, nicht durch gezielte Politik.

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